Antibiotikaresistenz: Mit der richtigen Reihenfolge zum Erfolg
Was die Branche sagt
Die Pharmazeutische Zeitung berichtet über eine kommende S2k-Leitlinie zur Phagentherapie gegen multiresistente Bakterien. Die anderen beiden Outlets DAZ.online und APOTHEKE ADHOC behandeln völlig andere Themen: DAZ.online befasst sich mit der geplanten Streichung der Pflegehilfsmittelpauschale, APOTHEKE ADHOC mit dem Zusammenhang zwischen Antibiotika-Einnahme und Reizdarmsyndrom. Es gibt keinen gemeinsamen Faktenkern zwischen den drei Berichten – sie teilen lediglich einen thematischen Bezug zu Infektionskrankheiten bzw. medizinischer Versorgung.
- Antibiotikaresistenz: Mit der richtigen Reihenfolge zum ErfolgPharmazeutische Zeitung · 12. Juni 2026
Kieler Forscher zeigen, dass eine sequenzielle Antibiotikabehandlung gegen multiresistente Pseudomonas aeruginosa wirksam ist: Erst das Betalactam-Antibiotikum Carbenicillin verabreicht, das die Zellmembran durchlässiger macht, dann Gentamicin folgen lassen. Diese Reihenfolge funktioniert über alle Bakterienstämme hinweg und verhindert Resistenzentwicklung.
- Antibiotika: Fördert die Einnahme das Reizdarm-Syndrom?APOTHEKE ADHOC · 12. Juni 2026
Eine Metaanalyse von 31 Studien mit über 420.000 Teilnehmern zeigt: Antibiotika-Einsatz bei Magen-Darm-Infektionen erhöht das Reizdarmsyndrom-Risiko von 20 auf 26 Prozent. Ursache ist die Schädigung der Darmflora. Die Forschenden betonen aber, dass weitere hochwertige Studien für definitive Aussagen nötig sind.